Das Management

Das Umsetzen des neuen Wissens stellt hohe Anforderungen an das Management im Hinblick auf die effiziente und fehlerarme Entwicklung wirtschaftlich hochwertiger Systeme. Zusätzlich ist der Mut zur geistigen Auseinandersetzung mit dem Produktionsmittel Mensch gefordert, objektiv beweisbare Sachverhalte gegenüber subjektiven Wunschvorstellungen durchsetzen bzw. daraus folgerichtiges Handeln ableiten zu können. Die an das Management gestellten Anforderungen steuert die Business Synergetik mittels eines Algorithmus, der hohe geistige Konzentration sowie unbedingten Lernwillen erfordert und wie folgt aufgebaut ist:

1. Die Zielvorgabe [1]

Die Organisationslehre bildet den Rahmen, in dem die Komplexität miteinander vernetzter sozialer Systeme verstehbar gemacht werden kann. Im Sinne der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sind zu diesem Zweck zunächst Ziele zu formulieren. Die Organisationslehre versteht unter einem Ziel einen angestrebten Zustand oder eine erwünschte Wirkung. Ziele beschreiben also zukünftige Ergebnisse, die durch bestimmte Maßnahmen oder Lösungen erreicht werden sollen. Um die erwünschte Wirkung zu erzielen bzw. den angestrebten Zustand zu erreichen, ist es deshalb unverzichtbar, sich realistische Ziele zu setzen. Die Zielvorgaben des Managements werden unter dieser Vorbedingung zum richtungsweisenden Rückhalt für die Aufgabenerfüllung und haben dadurch nicht nur eine steuernde Funktion, sondern dienen auch als Grundlage für die spätere Kontrolle der erzielten Arbeitsergebnisse sowie der Steuerung der weiteren Planung.

2. Die Planung

Die Planung umfasst zunächst die Analyse und Bewertung der Ist-Situation. Damit können

  • subjektive Wunschvorstellungen der objektiv beweisbaren Realität gegenübergestellt,
  • die zwischen eigenen oder externen Geschäftsbereichen bestehenden Kausalitäten erkannt und
  • unerwünschte bzw. geschäftsschädigende Beziehungsnetzwerke aufgedeckt werden.

Auf dieser Grundlage können zudem unerwünschte oder störende Entwicklungen beseitigt, die Zielvorgaben auf den bestehenden Bedarf abgestellt oder veränderten Situationen angepasst werden. Zudem werden im Zuge der Sachbearbeitung  neue Erkenntnisse gewonnen bezüglich

  • ihrer Übereinstimmung mit den Zielvorgaben,
  • der Richtigkeit der erzielten Ergebnisse,
  • der Effizienz der Zielvorgaben und
  • der Notwendigkeit, die Planung den veränderten Erfordernissen anzupassen.
3. Der Personaleinsatz

Der Personaleinsatz wird optimiert durch den konsequent auf die Leistungsfähigkeit des Personals abgestellten Arbeitseinsatz sowie der aktiven Mitwirkung der Führungs- und Arbeitskräfte an der Gestaltung der Arbeitsläufe. Elementare Bedeutung kommt dabei der Umstellung von analoger zu digitaler Informations-Verarbeitung[2] zu, da sie die geforderte Überwindung von Raum und Zeit ermöglicht. Ziel dieser Maßnahme ist es, durch kooperative Zusammenarbeit das spezifische Fachwissen der Beteiligten zu optimieren, das Leistungsangebot andauernd zu verbessern, den Anforderungen des Marktes anzupassen und die Wettbewerbsfähig zu erhöhen. Auf diese Weise kann das Management dem gesamten sozialen System die Möglichkeit eröffnen, wissensbedingte Rückstände auszugleichen und das Leistungspotenzial zu verbessern. Zudem reduzieren sich dadurch der Zeit- und Verwaltungsaufwand und damit die Kosten für die Arbeitsleistung, was, insgesamt gesehen, ebenfalls Wettbewerbsvorteile nach sich zieht.

4. Die Führungsaufgaben[3]

Die Kreativität von Menschen freizusetzen bzw. zu nutzen, ist Aufgabe der Leitung eines sozialen Systems, also eine Führungsaufgabe. Der ehemalige Vorsitzende und Ehrenvorsitzende der gfo, Hans-Martin Müller-Nobiling schreibt dazu in der Zeitschrift Führung + Organisation (zfo) 5/1999: „Führung ist nicht nur eine Sache des Verhaltens der Führungsperson, sondern soll durch Leitlinien (z.B. Führungsrichtlinien) einen passenden Rahmen bekommen. Stichworte sind: Ziele vereinbaren, informieren, Entscheidungen treffen und Verantwortung delegieren.“

Für den methodischen Aufbau der dafür erforderlichen Führungs- und Leitungsstruktur setzt die Business Synergetik das systemisch vernetzte Denken ein. Damit werden die beteiligten Führungs- und Arbeitskräfte angehalten,

  • die ihnen übertragenen Aufgaben verantwortungsbewusst zu erfüllen,
  • die damit verbundenen Arbeitsvorgänge zielorientiert zu bearbeiten und
  • neue Ideen gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen.
5. Die aktuelle Problemsituation

Über das Internet, E-Mails und die Social Media werden ungeheure Datenmenge verbreitet. Diese datentechnische Innovation benutzen wissensgestörte Betonköpfe, um

  • als Influencer weltweit nicht beweisbare Behauptungen, Lügen, Häme, Beschuldigungen, Bedrohungen und Verleumdungen zu verbreiten,
  • damit für ihr persönliches Wunschdenken Follower zu rekrutieren,
  • damit Hass und Konflikte zu befeuern und
  • gewaltbereite Chaoten zu kriminellen Taten zu animieren.

Dabei spielt bei den Protagonisten weniger der Bildungsstandard, die Herkunft, das Geschlecht, die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit die entscheidende Rolle, sondern die Möglichkeit, endlich einmal seine Meinung in der ihnen angemessen erscheinenden Form öffentlich bzw. gewalttätig kundzutun. Gründe dafür sind fehlende berufliche Perspektiven (Stichworte: Leiharbeit, Minijobs, Mindestlohn), Arbeitslosigkeit, für die Lebensführung zu niedrige Renten sowie Ausbeutung durch geld- und machtgierige Vertreterinnen oder Vertreter des Establishments aus Politik und Wirtschaft.

Der dadurch bereits verursachte und weiter wachsende Schaden für die Volkswirtschaft muss von der Gemeinschaft der Steuerzahler finanziert werden. Zusätzlich belastet diese Entwicklung die Versicherungs- und Rückversicherungswirtschaft, was zwangsläufig zu Prämienerhöhungen führen muss.

6. Der ganzheitliche Lösungsansatz

Dieser Entwicklung entspricht die Business Synergetik durch den ganzheitlichen Lösungsansatz, der algorithmisch aufgebaut ist und dabei auf den jeweiligen Bedarf Bezug nimmt. Im Prinzip entspricht dieses Vorgehen der Philosophie von Immanuel Kant, wonach Urteile aus der Verknüpfung einzelner Teile zu einem höheren Ganzen durch logische Schlussfolgerungen entstehen. Angewendet auf das Wirtschaftsleben, werden neue Erkenntnisse aus dem Zusammenwirken von Personen innerhalb eines sozialen Systems oder aus Beziehungen zu anderen Gruppen gewonnen. Bei diesen systemübergreifenden Beziehungen ist es wichtig, sich die Gesetzmäßigkeit der Steuerungs- und Regelungsvorgänge des Wirtschaftslebens genauer anzusehen. Die daraus erzielbaren Erkenntnisse sowie die damit verbundenen Lernvorgänge wirken auch auf die gespeicherten Bewusstseinsinhalte der beteiligten oder betroffenen Führungs- und Arbeitskräfte sowie der Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner und beeinflussen damit ihr Urteilsvermögen entscheidend.

Der ganzheitliche Lösungsansatz ist deshalb nicht nur zur Lösung wirtschaftlicher Probleme geeignet, sondern dient auch der Stärkung der Wirtschaftskraft und der Wettbewerbsfähigkeit. Nicht zuletzt kann er auch zur Lösung sozialer Probleme, wie z.B. die Corona-Pandemie, beitragen.

7. Die soziale Netzwerkanalyse

Der Einsatz der sozialen Netzwerkanalyse leitet sich aus dem Bedarf ab, systemübergreifende Vorgänge in ihrer Logik zu begreifen, ihren Wahrheitsgehalt zu analysieren und im Hinblick auf den bestehenden Bedarf bewerten zu können. Ziel dieser Maßnahmen ist es,

  • Regelmäßigkeiten, Wiederholungen, Ähnlichkeiten oder Gesetzmäßigkeiten zu identifizieren,
  • aus den gewonnenen Erkenntnissen sinnvolle Lösungen zu entwickeln und
  • daraus neues Wissen für den eigenen Bedarf zu generieren.

Die Kriminalistik setzt für diesen Zweck die Technik der Forensik ein, womit z.B. Täterprofile erarbeitet werden (Fachausdruck: Profiling) oder Prognosen für kriminelle Taten erstellt werden (z.B. für Wohnungseinbrüche). Dieses Vorgehen bezeichnet die Kriminalistik als Data Mining[4].

Die soziale Netzwerkanalyse ist dem forensischen Prinzip angepasst und benutzt das Data Mining zur Reduzierung großer Datenmengen auf das aussagekräftige Minimum.[5] Ein praktisches Beispiel für die Anwendung der Forensik ist der Amoklauf vom 22. Juli 2016 am und im Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München. An diesem Tag lockte David S. offenbar über ein Fake-Account mit falschem Namen Jugendliche in ein Schnellrestaurant gegenüber dem OEZ. In diesem Fall hat die Polizei diesem Informations-Missbrauch über die Social Media mit wahrheitsgetreuen Berichten über den Sachstand die Bevölkerung wahrheitsgetreu informiert.

8. Das Interview

Das Interview dient im Rahmen der sozialen Netzwerkanalyse dem Zweck, Störfelder, Fehler oder Betrugsabsichten schnell und sicher aufzudecken sowie den ermittelten Sachverhalt dokumentieren zu können. Diese Dokumentation ermöglicht allen Beteiligten die festgestellten Mängel unverzüglich zu beseitigen und in Zukunft verhindern oder vermeiden zu können. Für diesen Zweck werden, ähnlich der Kriminalistik, die Interviews in vertraulich ablaufenden Einzelgesprächen geführt. Auf diese Weise wird

  • den Interviewten die Eigenverantwortung für ihr Verhalten und ihre Argumentation verdeutlicht,
  • Informationen über Einflussfaktoren aus dem persönliche Umfeld generiert,
  • neue Erkenntnisse zur Wahrheitsfindung gewonnen und
  • die tatsächlich eingetretenen Ereignisse bewiesen und für Anwälte verwertbar gemacht.

Die Präsentation der Ergebnisse unterliegt den Vorschriften des Datenschutzes und kann deshalb nur ohne Namensnennung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

9. Die Dokumentation und Präsentation

Grundlage für die Dokumentation der Ereignisse bildet die digitalisierte Informations-Verarbeitung[6]. Sie ermöglicht eine schnelle und sichere Datenübertragung und bietet, in Verbindung mit den modernen Präsentations- und Kommunikationstechniken, die Möglichkeit, den weltweiten und zeitunabhängigen Austausch von Daten, Ton und Bildern. Die Ablösung der analogen durch die digitalisierte Informations-Verarbeitung wurde dadurch zum entscheidenden Erfolgs- und Kostenfaktor. Mit Hilfe dieser Technik ist es möglich,

  • die bei den Interviews erworbenen Erkenntnisse strukturiert darzustellen und zu bewerten,
  • dann das Ergebnis den Beteiligten in einem Workshop oder einer Vidoeokonferenz vorzustellen,
  • dem Gemeinwohl dienende Lösungen daraus zu entwickeln,
  • im Bedarfsfall den Handlungsbedarf auf definierte Bereiche abzustellen und
  • zudem die Verwaltungskosten zu reduzieren.

 

Mit dieser Form der Dokumentation und Präsentation sind alle Beteiligten sachgemäß, korrekt und übereinstimmend über Geschäftsvorfälle informiert und zur problemfreien Zusammenarbeit motiviert.  Zudem können auf dieser Grundlage auch die Ursachen, Systemzusammenhänge und Abhängigkeiten für die Verbreitung der Corona-Pandemie analysiert und bewertet sowie wirksame Maßnahmen für genau definierte Bereiche oder Örtlichkeiten ergriffen und der Öffentlichkeit unter Berücksichtigung des Datenschutzes mitgeteilt werden.

[1] Vgl. Ludwig Utz: Die Business Synergetik, Ausgabe 2019, Seite 27
[2] Vgl. Ludwig Utz: Die Business Synergetik, Ausgabe 2019, Seite 83
[3] Vgl. Ludwig Utz: Die Business Synergetik, Ausgabe 2019, Seiten 22, 40, 43, 96
[4] Vgl. Ludwig Utz: Die Business Synergetik, Ausgabe 2019, Seiten 2, 62
[5] Vgl. Ludwig Utz: Die Business Synergetik, Ausgabe 2019, Seite 2, 52, 89, 102
[6] Vgl. Ludwig Utz: Die Business Synergetik, Ausgabe 2019, Seite 20, 28, 72, 81,81, 88

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