5. Das Organisationsmanagement festlegen

In den klassischen Organisationsstrukturen werden die Aufgaben in kleine Arbeitsschritte gegliedert und auf mehrere Abteilungen aufgeteilt. Bei großen Arbeitsmengen erspart diese Stückelung der Arbeit Zeit und damit Geld (Vorbild: Fließbandarbeit). Die heutige Vielschichtigkeit (Komplexität) und Schnelllebigkeit der Kundenbedürfnisse hat der klassischen Organisationsstruktur Grenzen gesetzt (Stichwort: Internetrecherche).

Ein gravierenderes Beispiel für diese überholten Organisationsstrukturen liefern die Behörden. Die zur Lösung ihrer Probleme von den BürgerInnen benötigten Beratungen, Informationen oder Dienstleistungen müssen sie sich oft bei mehreren Stellen zusammenholen. Dazu sind vielfach mehrere Telefonate erforderlich und auch noch weite Wege in Kauf zu nehmen. Der „Buchbinder-Wanninger-Effekt“ arbeitsteiliger Organisationsstrukturen wird hier besonders deutlich.

Diese Form der Informationsversorgung erfordert einen hohen und unproduktiven Arbeitsaufwand. Zudem sind bei verteilten Zuständigkeiten die tatsächlichen (wahren) Bedürfnisse oder Absichten der BürgerInnen nur schwer zu erkennen. Zu leiden haben darunter in erster Linie die Ehrlichen und Zuverlässigen. Sie stehen nicht selten lustlosen oder desinformierten DienstleisterInnen gegenüber, die auch sie, unausgesprochen, verdächtigen nicht ehrlich zu sein.

Der Business-Synergetiker analysiert deshalb zuerst die verfügbaren geistigen Kräfte und strukturiert danach die den Arbeitskräften zu übertragenen Aufgaben. Erst dann folgt die Stellenbildung. In ihrem Gesamtbild ergibt sie den Ist-Zustand aller zu erfüllenden Aufgaben. Daraus leitet er dann die Führungsstruktur und das Organigramm ab.

Die methodischen Elemente dieses Vorgehens werden den beteiligten bzw. betroffenen Arbeitskräften in gemeinsamen Workshops entweder mit Hilfe von Präsentationstechniken vorgestellt oder gemeinsam mit ihnen erarbeitet. Allen daraus resultierenden Erkenntnissen liegt ein organisatorischer Lernvorgang zu Grunde. Zu diesem Zweck werden alle wesentlichen Techniken angewendet, die Transparenz (Verstehbarkeit) in die bestehenden Strukturen des sozialen Systems bringen. Gleichzeitig ist mit dieser Verstehbarkeit die Voraussetzung gegeben, erforderliche Verbesserungen anzugehen, bei den TeilnehmerInnen die dazu nötige Einsicht zu wecken und sie gleichzeitig zum selbstständigen Handeln zu motivieren.

Das verfügbare Know-how, bestehende Probleme mit Kunden, Zielvorgaben sowie unternehmerische Entscheidungen sind die wesentlichen Kriterien der synergetisch angelegten Analyse des Ist-Zustandes. Mit Hilfe der Internettechnik können diesbezügliche Informationen oder Entscheidungen mit hoher Geschwindigkeit und großer Sicherheit an alle beteiligten Arbeitsplätze orts- und zeitunabhängig übermittelt und kontrolliert werden. Grundlage für die Bearbeitung vor Ort sind mandantenfähige EDV-Anwendungen, die vorher definierte Arbeitsergebnisse automatisch in eine zentrale Datenbank weiterleiten.

Der risikofreie Ausbau des Geschäftsbetriebes setzt eine umfassende Analyse des geplanten neuen Standortes voraus. Zunächst ist zu prüfen, mit welcher Akzeptanz für die bisher erfolgreich vermarkteten Produkte oder Dienstleistungen gerechnet werden kann. Dabei sind folgende Voraussetzungen wesentlich:

  • Verfügbarkeit von ausgebildetem Arbeitskräften,
  • Kaufkraft und Anzahl der potentiellen Kunden,
  • Qualität und Verbreitung von Konkurrenzprodukten oder -dienstleistungen,
  • Verfügbarkeit von effizienten Werbeträgern (Stichwort: prominente Multiplikatoren),
  • Rechtliche Voraussetzungen
  • Kosten für erforderliche Investitionen.

 

Rückversicherer sind in der Regel multinationale Unternehmen, die in mehreren Ländern Tochtergesellschaften unterhalten. Diese Branche ist besonders geeignet für ein geistig und computertechnisch verknüpftes Wertschöpfungsnetzwerk. Bedeutend wurde die Rückversicherung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges infolge des immer stärker ansteigenden Welthandels. Seit dieser Zeit haben die multinationalen Unternehmen durch die zunehmende Globalisierung weiter stark zugenommen.

Dies wird auch durch folgende Zahlen belegt: Am Anfang der 90er Jahre gab es etwa 7.000 multinationale Unternehmen, inzwischen sind es etwa 65.000 Muttergesellschaften und 850.000 dazugehörige ausländische Tochtergesellschaften in allen Ländern der Erde. Weiterhin werden ungefähr zwei Drittel der Warenströme durch multinationale Unternehmen verursacht. Damit wird deren heute vorherrschende Position in der Weltwirtschaft deutlich.

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